Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit Ruhrgebiet
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Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit Ruhrgebiet

Informationen zu Qualifizierungsangeboten

Allgemeine Hinweise und Erläuterungen

 

Die Bildungsangebote der APPH Ruhrgebiet richten sich an alle, die sich für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit interessieren. Sie reichen von Informationsveranstaltungen über Fortbildungen bis hin zu qualifizierenden Weiterbildungskursen und Qualitätszirkeln.

 

Qualifizierungskurse für Ärzte

Zusatz-Weiterbildung Palliativmedizin

Die Zusatz-Weiterbildung Palliativmedizin setzt eine Facharztanerkennung gleich welcher Art voraus. Des Weiteren müssen alle Aspiranten die 40 Stunden-Kursweiterbildung gem. § 4 WBO Abs. 8 Palliativmedizin absolvieren. 

Die APPH Ruhrgebiet arbeitet hier eng mit der Ärztekammer Westfalen-Lippe zusammen. Die verpflichtende 40 Stunden-Kursweiterbildung wird 1 x jährlich in der Region durchgeführt. 

Anschließend gibt es zwei Wege der Erlangung der Zusatzbezeichnung. Der eine Weg ist die klinische Tätigkeit bei einem Weiterbildungsbefugten für mindestens 12 Monate. Der andere Weg ist die Absolvierung von 120 Stunden Fallseminaren. Diesbezüglich bietet die APPH Ruhrgebiet bedarfsgerecht einen Kurs mit 3 x 40 Unterrichtseinheiten an. 

Die Inhalte der curriculären Weiterbildung sind in entsprechenden Dokumenten der Bundesärztekammer und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin festgeschrieben. Die von der APPH Ruhrgebiet angebotenen Kurse richten sich streng nach den entsprechenden Curricula.

 

 

Qualifizierungskurse für Pflegende

 

Im Bereich der Qualifizierung von Pflegenden aus der ambulanten sowie stationären Kranken-, Alten- und Behindertenpflege haben wir mit Modul 1 (40 Std. Basismodul) und dem Modul 2 (120 Std. Aufbaumodul) unser Angebot erweitert. 

Bei Nachweis einer DGP anerkannten 40 Std. Basisqualifizierung kann mit Modul 2 Aufbaumodul (120 Std.) die Qualifikation Palliative Care für Pflegende erlangt werden, die nach der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (DGP), dem Deutschen Hospiz-und PalliativVerband
e. V.(DHPV), ALPHA Rheinland und der Deutschen Krebshilfe zertifiziert ist.  

Liegt kein Nachweis vor, können Basismodul und Aufbaumodul zusammen gebucht werden. 

Alternativ wird mit dem bisherigen Kursangebot wie in A18-01 beschrieben der bewährte 160-Stunden-Kurs nach dem Curriculum von Kern, Müller und Aurnhammer angeboten.

Andere Berufsgruppen auf Anfrage.
Die Angebote entsprechen nach dem Erlangen des Zertifikates den Anforderungen des
§ 39a, Abs. 1 und § 37b SGB V.

 

Im Bereich InHouse-Bildung für die Alten- und Behinderteneinrichtungen bieten wir zusätzlich die 40-Stunden Qualifizierung Modul 1 Basismodul Palliative Praxis mit Abschlusszertifikat der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (DGP), dem Hospiz- und PalliativVerband e. V. (DHPV), an. Dieses interdisziplinäre Angebot ist dann der erste Teilabschnitt (Modul 1) darauf aufbauend kann für examiniert Pflegende die Möglichkeit der Inhouse-Schulung angeboten werden, mit Modul 2 (120 Std. Aufbaumodul) die Qualifikation Palliative Care für Pflegende zu erzielen.

 

Qualifizierungskurs Palliative Praxis für Mitarbeiter/innen aus stationären oder ambulanten Einrichtungen des Gesundheitswesens 

Das interdisziplinäre Curriculum der Palliativen Praxis nach dem Curriculum Robert Bosch Stiftung zeichnet sich durch einen hohen Praxisbezug aus. Der handlungsorientierte Storyline-Ansatz, bei dem eine Geschichte den roten Faden für die Qualifizierung liefert, ermöglicht verschiedene Zugangsweisen und wird so den unterschiedlichen Berufsgruppen und Vorkenntnissen gerecht. Dieses Kursangebot entspricht den Anforderungen für Betreuungskräfte nach § 87b, Abs.3 SGB XI.

 

Qualifizierungskurse für Physiotherapeuten 

Basiskurs Palliative Care für Physiotherapeuten

Die APPH Ruhrgebiet bietet einen 40 Stunden Basiskurs Palliative Care für Physiotherapeuten an. Dieser ist inhaltlich mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und den Berufsverbänden der Physiotherapeuten abgestimmt. Dieses Kursangebot erstreckt sich auf vielfältige medizinische, pflegerische aber auch auf spirituelle und soziale Aspekte. Auf der Basis dieses Kurses wird die Integration der Physiotherapie in das therapeutische Palliativteam verbessert.  

 

Qualifizierungskurs für Seelsorgende 

Basiskurs Palliative Care für Seelsorgende

Die Berücksichtigung spiritueller Bedürfnisse Schwerstkranker und Sterbender ist ein fester Bestandteil des Palliative Care Ansatzes. Von daher gehören Theologen und Seelsorgende in das multiprofessionelle Team. Die APPH-Ruhrgebiet hat einen 40 Stunden Basiskurs Palliative Care für Seelsorgende entwickelt. 

Dieser richtet sich nach den Wünschen, welche von den Krankenhausseelsorgern beider Konfessionen geäußert wurden. Der Kurs beinhaltet viel medizinisches Wissen und thematisiert die Möglichkeiten der Integration der Seelsorge ins therapeutische Team. Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit dem Bistum Essen angeboten und ist konsequent ökumenisch ausgerichtet. Neben der Wissensvermittlung bietet sich die Möglichkeit zum kollegialen, fachlichen und thematischen Austausch.

 

 

Qualifizierungskurs für Ehrenamtliche  

Unter der Leitung anerkannter Koordinatoren können sich Interessierte über die Arbeit Ehrenamtlicher informieren und sich in einem 96 Stunden Kurs qualifizieren. Die praktische Arbeit wird durch die hauptamtlichen Mitarbeiter koordiniert und supervisorisch begleitet.

 

 

Weitere Fortbildungsangebote 

Regelmäßige berufsbegleitende Fortbildungen

In den Rahmenvereinbarungen zum § 39a SGB V über Art und Umfang sowie zur Sicherstellung der Qualität der stationären Hospizversorgung werden für alle Berufsgruppen jährliche vertiefende Fortbildungsmaßnahmen empfohlen. Diesen Anforderungen entsprechen die von der APPH Ruhrgebiet angebotenen Module des multiprofessionellen Aufbaukurses – Level 2.

 

Supervision und Selbstschutz

Die Arbeit in der Palliativversorgung und Hospizarbeit erfordert sowohl, die supervisorische Begleitung als auch die regelmäßige Beteiligung an Seminaren zur Selbstreflexion und Entlastung. Immer wieder ergibt sich die Notwendigkeit, auch außerhalb des Teams, belastende Situationen zu bearbeiten. Nähere Informationen erhalten Sie unter den Programmangeboten oder auf Anfrage.